Sophie Hunger und I Have A Tribe im Musikbunker

Wäre der Musikbunker nicht so stabil gebaut, würde er aus allen Nähten platzen und das wiederum wirft die Frage auf wie viele Restkarten denn noch an der Abendkasse zu bekommen sind oder jetzt besser waren. Mehr als ein Hand voll bestimmt nicht. Also, der Schuppen ist voll und alle warten auf Sophie Hunger – Sängerin, Songwriterin und Schweizerin.  Zuerst kommt allerdings die Vorgruppe oder besser der Supportact, denn I Have A Tribe ist eine One-Man-Show, die auf den Namen Patrick O’Laoghaire hört.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2916)

Sophie Hunger

Der aus Dublin stammende, bärtige Ire nimmt alleine auf der Bühne platz. Sein Instrument sind die schwarzen und weißen Tasten, mit denen er sich begleitet. Er wirkt schüchtern, vielleicht sogar ein bisschen verloren auf der spärlich beleuchteten Bühne. Seine Stimme jedoch ist voller warmer Melancholie und nimmt die Zuhörer mit in seine Welt. Einer Welt die sich irgendwo zwischen Pop und Folk befindet.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2928)

Sophie Hunger

Sein aktuelles Werk ist eine EP heißt No countries und im Mai erscheint sein Album Beneath a Yellow Moon. Es mach Spass sich auf ihn und seine Performance einzulassen, auch, aber nicht nur, weil er zwischen den Song ein paar schräge Anekdoten erzählt. Zum Beispiel, dass er total orientierungslos ist und einfach mal für einen Gig zur falschen Location gefahren ist. Gut, dass es es in den Bunker geschafft hat.

Alexis Anérilles & Simon Gerber / Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2947)

Alexis Anérilles & Simon Gerber / Sophie Hunger

Sophie Hunger wird ja schon lange als erst als Geheimtipp, dann als neue Hoffnung und dann als funkelnder Stern der Schweizer Musiklandschaft gehandelt. Wobei sie eigentlich gar nicht in dieses glatte Business passt. Sie hat so ihre Ecken und kanten oder ist, wie es neudeutsch heißt, „edgy“. Das ist auch gut so, denn dieses glatt geschliffene Einerlei kann gut und gerne ein bisschen mehr Charakter vertragen.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2911)

Sophie Hunger

Das neue Album ist in den Vereinigten Staaten entstanden, sozusagen im selbst auferlegten Exil, in dem sie von Vorn und von Null anfangen wollte. Und wie man hört hat das ganz gut geklappt. Supermoon kommt  nicht nur bei den Kritikern gut an, sondern auch beim Publikum, und dass überall, nicht nur in Aachen. Hier bei der Show in Aachen zieht die junge Schweizerin  ihr Publikum ab der ersten Minute in ihren Bann. Die Augen und Ohren Menschen hängen an ihren Lippen, von denen es allerdings zwischen den Songs so sehr nicht so viel  zu hören gibt.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2875)

Sophie Hunger

Ganz zu Anfang sagt sie sogar, das sie jetzt nichts mehr sag und wünscht den anwesenden einen schönen Abend – ganz daran hält sie sich allerdings nicht. So erzählt sie von ihrem seltsamen Erlebnis im Hotel, der Tatsache, dass man bei diesen Hotelketten nicht einfach mal den Chef sprechen könne und das sie die Nacht wohl im Bus verbringen wird, obwohl das Hotelzimmer schon bezahlt ist – der Ehre halber. Eigentlich geht es hier nicht um Hotels und Ehre, sondern um Musik, die Sophie Hunger mit ihren vier Kollegen präsentiert.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2914)

Sophie Hunger

Musik, die nicht so wirklich Pop ist, eher ein bisschen Jazz – Gitarrist Geoffry Burton und Pianist Alexis Anérilles verlieren sich nicht nur einmal in ekstatische Soli oder Improvisationen, die nicht nur vom Publikum lautstark gefeiert werden, sondern auch auf der Bühne anerkennendes Kopfnicken ernten. Dazu wechselt Sophie Hunger zwischen Piano, E- und Akustikgitarre und sie wechselt die Sprechen in denen Sie singt – Deutsch, Englisch, Französisch und Schwiizerdütsch,  all die Sprachen kann man in ihren Liedern hören.

Alberto Malu, Sophie Hunger & Geoffrey Burton / Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN3002)

Sophie Hunger

So erlebt man im Musikbunker ein tolles, außergewöhnliches Konzert einer außergewöhnlichen Künstlerin und ihrer Band. Doch bei all dem Beifall den das Publikum spendet und so sehr Schlagzeuger Alberto Malo und Bassist Simon Gerber auch grooven, scheint es nicht in den Füßen des Publikums anzukommen. Musik für den Kopf und nicht den Körper? Eigentlich nicht aber, jeder mag eine andere Art haben Konzerte zu genießen und an der Begeisterung  und Applaus, den Sophie Hunger bei ihrem Publikum entfacht mangelt es wirklich nicht.

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2990)

Sophie Hunger

Alexis Anérilles / Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN3010)

Alexis Anérilles / Sophie Hunger

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN3029)

Sophie Hunger

Sophie Hunger (SAD_20160302_NKN2980)

Sophie Hunger

I Have a Tribe (Patrick O'Laoghaire) (SAD_20160302_NKN2868)

Patrick O’Laoghaire / I Have a Tribe

I Have a Tribe (Patrick O'Laoghaire) (SAD_20160302_NKN2873)

Patrick O’Laoghaire / I Have a Tribe

I Have a Tribe (Patrick O'Laoghaire) (SAD_20160302_NKN2863)

Patrick O’Laoghaire / I Have a Tribe

Sophie Hunger – Alle Bilder in einer Galerie.

I Have A Tribe – Alle Bilder in einer Galerie.

het | http://www.seven-oaks.de | 2015

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