Nina Hagen – Woman on a mission

Im Rahmen der Kulturfestivals der Städteregion Aachen 2011 ist es gelungen Nina Hagen für zwei Konzerte in Aachen und der Region gewinnen. Am 21. Juni stand die farbenfrohe Lady auf der Bühne von St. Paul in Aachen. Wer sich jetzt fragen mag, wie die Mutter des Punk und eine Kirche zusammenpassen, der sollte wissen, dass die gebürtige Berlinerin auf einer Mission ist. Wie schon ihre Kollegen Jake und Elwood ist sie im Auftrag der Herrn unterwegs.

Nina Hagen

Nina Hagen

Was man schon in ihrer Biografie Bekenntnisse* lesen konnte, kann man auch auf Ninas aktueller Platte Personal Jesus* hören. Sie hat eine alte Liebe wieder entdeckt, die Liebe zur Religion und zu Jesus. Sie ist, nach vielen Umwegen, zurück zu ihren Wurzeln und dass nicht nur in spiritueller Sicht, sondern, und da zeigt sich das der Vergleich zu den Gebrüdern Blues nicht zu weit hergeholt ist, in den Belangen der Musik. Auch da geht zu zurück zu den Wurzeln der Popmusik, denn die liegen bekannter Maßen in Gospel, Blues und Soul.

Nina Hagen

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Das Konzert:

Dass Nina, als sie auf die Bühne kommt, ganz schön bunt gekleidet, frisiert und geschminkt ist muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden. So war sie schon immer und warum sollte sich daran etwas geändert haben. Begleitet wird sie auf ihrem Weg und auch musikalisch von drei Herren. Pianist Fred Sauer, Gitarrist Warner Poland und Bassist Michael Ryan bilden die Band von Frau Hagen. Die Show ist als Akustikset angekündigt und so ist auch die Instrumentierung und die Intensität des Spiels der Band. Reduziert, lieber einen Ton zu wenig, als zu viel.

Nina Hagen

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Dominierend ist einzig und allein Ninas Stimme. Außergewöhnlich im Klang und außergewöhnlich ist auch ihre Gabe mit dieser Stimme  umzugehen. Sie singt Gospel und Blues. Songs die wir von Elvis Presley kennen, Songs die schon Jahre auf dem Buckel haben, aber in ihrer Wirkung und ihrer Botschaft nichts verloren haben. Das sollte man zumindest annehmen, zudem Nina, da sie das Publikum nicht nur unterhalten will, sondern etwas zusagen hat, Teile der Songs in Deutsch singt.

Nina Hagen

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Während der Lieder halten sich die Anwesenden sehr zurück. Ob es die Ehrfurcht vor dem Gotteshaus ist, oder sind sie zu sehr damit beschäftigt Ninas Botschaft aufzunehmen? Ich unterstelle, dass viele nur gekommen  sind um die sagenumwobene Skandalnudel mal mit eigenen Augen zu sehen und zu sehr damit beschäftigt sind sie zu beobachten, nicht zu verpassen was sie als nächstes auf der Bühne anstellt, um sich auf die Musik einzulassen. Und wenn mit geklatscht wird, dann deutsch. Eins, zwei, drei, vier – wie im Musikantenstadel. Strange!

Nina Hagen

Nina Hagen

Nach jedem Song brandet Nina und ihrer Band ein Applaus entgegen, den man während der Lieder nicht hätte erwarten können. Das Konzert geht fast genau 2 Stunden, Nina Hagen verlässt nach einer ausgiebigen Zugabe mit einer Verbeugung vor dem Publikum und vor dem Kreuz die Bühne und es wird stehend applaudiert.

Nina Hagen

Nina Hagen

Ein paar Dinge werden von diesem Konzert, Botschaft und Religiosität hin oder her, auf jeden Fall in Erinnerung bleibe. Der Moment, in dem Nina während eines Songs auf die Orgelempore zeigt und ruft „Ick seh‘ Euch knuuutschen!„, die Interpretation der Liedes Soldat, Soldat aus der Feder ihres Stiefvaters  Wolf Biermann gehört zu den Highlights des Abends, genauso wie ihr Ave Maria – Gänsehaut.

Nina Hagen

Nina Hagen

Nach dem Konzert stellt sie sich noch einem Interview mit der Lokalredaktion des WDR.  Auf die doch Teils recht inspirierten Fragen reagierte etwas, genervt ist das falsche Wort, sagen wir mal enttäuscht. Nach dem Gespräch ließ sie es sich aber nicht nehmen sich ausführlich den Autogramm- und Fotowünschen zu widmen. Sie hatte für jeden mehr als nur ein paar standardisierte Worte übrig und selbst aufdringlichere Fans brachten sie nicht aus der Ruhe. Ob es an ihren wieder neu gefundenen Glauben liegt – wobei ’neu‘ nicht ganz richtig ist, denn schon vor fast 10 Jahren waren von ihr Aussagen wie „Der Liebe Gott ist mein Manager.“ in der Presse zu lesen – oder auch nicht,  Nina ruht in sich selbst.

Nina Hagen

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Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Nina Hagen bei einem Interview mit dem WDR, geführt nach ihrem Auftritt in der St. Pauls Kirche in Aachen.

Die Bilder größer und als Slideshow.

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© 2011 by Sven A. Droste | http://www.seven-oaks.de

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